Dolormin extra® Tabletten
Anwendungsgebiete
Leichte bis mäßig starke Schmerzen ( Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen) und Fieber.
Gegenanzeigen
Dolormin extra ist kontraindiziert bei Patienten mit:
- Überempfindlichkeit gegen Ibuprofen oder einen der sonstigen Bestandteile von Dolormin extra
- Asthmaanfällen, Nasenschleimhautentzündungen oder Hautreaktionen nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen nichtsteroidalen Entzündungshemmern in der Vergangenheit
- bestehenden oder in der Vergangenheit aufgetretenen Magen- oder Darmgeschwüren oder Magen-Darmblutungen
- schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen oder schweren, unkontrollierten Herzbeschwerden.
Laut Mustermonographie darf Dolormin extra (Ibuprofen 400 mg) im Falle von nicht teilbaren Darreichungsformen bei Kindern unter 13 Jahren, im Falle von teilbaren Darreichungsformen bei Kindern unter 6 Jahren nicht eingesetzt werden.
Besondere Vorsicht ist erforderlich bei Patienten mit:
- systemischem Lupus erythematodes und Mischkollagenosen: erhöhtes Risiko für Anzeichen einer Hirnhautentzündung wie starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung
- Magen-Darm-Beschwerden oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
- Bluthochdruck und/oder Herzinsuffizienz
- eingeschränkter Nierenfunktion
- Leberfunktionsstörungen
- Allergien, chronischen Nasenschleimhautschwellungen oder chronischen, die Atemwege verengenden Atemwegserkrankungen.
Besondere Vorsicht ist erforderlich bei gleichzeitiger Einnahme von mehr als 15 mg Methotrexat.
Schwangerschaft und Stillzeit
Über die Sicherheit der Anwendung von Dolormin extra in der Schwangerschaft liegen für den Menschen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Da der Einfluss einer Prostaglandinsynthesehemmung auf die Schwangerschaft ungeklärt ist, sollte Dolormin extra in den ersten sechs Monaten der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
Im letzten Schwangerschaftsdrittel ist Ibuprofen (Dolormin extra) kontraindiziert. Aufgrund des Wirkmechanismus könnte es zu einer Hemmung der Wehentätigkeit, einer Verlängerung von Schwangerschaft und Geburt, kardiovaskulärer und renaler Toxizität beim Kind, verstärkter Blutungsneigung bei Mutter und Kind und verstärkter Ödembildung bei der Mutter kommen.
Ibuprofen und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird bei kurzfristiger Anwendung der empfohlenen Dosis Dolormin extra eine Unterbrechung des Stillens im Allgemeinen nicht erforderlich sein. Sollte im Einzelfall eine längere Anwendung bzw. Einnahme höherer Dosen von Dolormin extra (mehr als 1200 mg Ibuprofen pro Tag) verordnet werden, sollte jedoch ein frühzeitiges Abstillen erwogen werden.
Dosierung
1 Tablette Dolormin extra enthält 684 mg Ibuprofen-Lysinsalz, entsprechend 400 mg Ibuprofen.
Ibuprofen wird in Abhängigkeit von Alter bzw. Körpergewicht dosiert. Im Allgemeinen beträgt die Tagesgesamtdosis bis zu 20-30 mg pro kg KG, verteilt auf mehrere Einzelgaben.
Laut Mustermonographie wird Ibuprofen folgendermaßen dosiert:
Kinder 6-9 Jahre (ca. 20-29 kg): Einzeldosis 200 mg Ibuprofen, Tagesgesamtdosis bis zu 600 mg
Kinder 10-12 Jahre (ca. 30-43 kg): Einzeldosis 200 mg Ibuprofen, Tagesgesamtdosis bis zu 600-800 mg
Kinder 13-14 Jahre (ca. 44-52 kg): Einzeldosis 200-400 mg Ibuprofen, Tagesgesamtdosis bis zu 600-1000 mg
Jugendliche ab 15 Jahre und Erwachsene: Einzeldosis 200-400 mg Ibuprofen, Tagesgesamtdosis bis zu 800-1200 mg (2-3 Tabletten Dolormin extra).
Für ältere Patienten ist keine spezielle Dosisanpassung von Dolormin extra erforderlich.
Art und Dauer der Anwendung:
Dolormin extra-Tabletten werden unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit während oder nach einer Mahlzeit eingenommen. Bei empfindlichem Magen empfiehlt es sich, die Tabletten während der Mahlzeiten einzunehmen.
Dolormin extra soll ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 4 Tage eingenommen werden. Bestehen die Beschwerden über diesen Zeitraum hinaus, ist deren Abklärung durch einen Arzt erforderlich.
Hinweise:
Nebenwirkungen können vermindert werden, wenn stets die kleinste wirksame Menge Dolormin extra für die kürzest mögliche Zeit eingenommen wird.
Ist ärztlicherseits eine längerfristige Therapie mit Ibuprofen (z.B. Dolormin extra) erforderlich, sind regelmäßig die Leberwerte, die Nierenfunktion sowie das Blutbild zu kontrollieren.
Bei längerem hochdosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.
Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens führen.
Haltbarkeit:
Dolormin extra vor Feuchtigkeit schützen.