Nasenspray AL
Anwendungsgebiete:
- Abschwellen der Nasenschleimhaut bei akutem Schnupfen
- anfallsweise auftretender Fließschnupfen
- kurzfristige unterstützende Behandlug von allergischem Schnupfen wie Heuschnupfen
- Erleichterung des Sekretabflusses bei Entzündung der Nasennebenhöhlen sowie bei Katarrh des Tubenmittelohrs in Verbindung mit Schnupfen.
Wirkstoff:
Xylometazolin
Nicht anwenden bei:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile von Nasenspray AL
- trockener Entzündung der Nasenschleimhaut
- Säuglingen und Kleinkindern unter 6 Jahren
Nasenspray AL darf nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden bei:
- Patienten, die mit Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) und anderen potentiell blutdrucksteigernden Arzneimitteln behandelt werden
- erhöhtem Augeninnendruck, insbesondere Engwinkelglaukom
- schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen (koronare Herzkrankheit, Hypertonie)
- Phäochomozytom
- Stoffwechselstörungen wie Hyperthyreose oder Diabetes mellitus.
Schwangerschaft und Stillzeit:
- Da es nur unzureichende Untersuchungen über eventuelle Auswirkungen von Xylometazolin auf das ungeborene Kind gibt, soll Xylometazolin Nasenspray AL während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
- Eine Anwendung von Nasenspray AL in der Stillzeit sollte unterbleiben, da nicht bekannt ist, ob Xylometazolin in die Muttermilch übergeht.
Nebenwirkungen:
Seltene unerwünschte Wirkungen (< 1%):
- Sehr selten oder in Einzelfällen treten Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder auch Müdigkeit auf.
- Bei topischer intranasaler Anwendung kommt es selten bis gelegentlich zu systemischen sympathomimetischen Effekten wie z.B. Herzklopfen, Pulsbeschleunigung, Blutdruckanstieg.
Unerwünschte Wirkungen, Einzelfälle:
- In einzelnen Fällen kann es nach Abklingen der Wirkung von Nasenspray AL zu einer verstärkten Schleimhautschwellung kommen.
- In Einzelfällen Unverträglichkeitsreaktionen.
Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit:
- Insbesondere bei empfindlichen Patienten können vorübergehend leichte Reizerscheinungen (Brennen oder Trockenheit der Nasenschleimhaut) durch Nasenspray AL hervorgerufen werden.
- Längerer oder häufiger Gebrauch sowie höhere Dosierung von Nasenspray AL kann intranasal zu Brennen oder Trockenheit der Schleimhaut sowie zu einer reaktiven Kongestion mit Rhinitis medicamentosa führen. Dieser Effekt kann schon nach 5 tägiger Behandlung mit Nasenspray ratiopharm auftreten und nach fortgesetzter Anwendung eine bleibende Schleimhautschädigung mit Borkenbildung hervorrufen.
- Bei längerer Applikation oder höherer Dosierung von Nasenspray AL sind systemische Effekte mit kardiovaskulären oder zentralnervösen Wirkungen nicht auszuschließen. In diesen Fällen kann die Fähigkeit zum Führen eines Kraftfahrzeuges und zur Bedienung von Maschinen beeinträchtigt sein.
Dosierung:
Erwachsene und Schulkinder:
Soweit nicht anders verordnet, wird nach Bedarf bis zu 3 mal täglich je 1 Sprühstoß Nasenspray AL in jede Nasenöffnung eingebracht.
Art und Dauer der Anwendung:
Nasenspray AL muss zur Erzeugung eines feinen Nebels mit der Öffnung senkrecht nach oben gehalten werden. Man führt den Sprühansatz in jedes Nasenloch, drückt einmal kurz und kräftig auf die Sprühflasche und zieht sie dann wieder zurück, bevor man mit dem Druck nachlässt. Während des Sprühvorgangs wird leicht durch die Nase eingeatmet.
Es empfiehlt sich, vor der Anwendung von Nasenspray AL die Nase gründlich zu schneuzen. Die letzte Anwendung an jedem Behandlungstag sollte günstigerweise vor dem Zubettgehen erfolgen.
Nasenspray Al nicht länger als 5-7 Tage anwenden, es sei denn auf ärztliche Anordnung. Eine erneute Anwendung von Nasenspray AL sollte erst nach einer Pause von mehreren Tagen erfolgen. Insbesondere bei längerer Anwendung und Überdosierung von Nasenspray AL kann es zu einer reaktiven Hyperämie der Nasenschleimhaut kommen. Durch diesen Rebound-Effekt kommt es zu einer Verengung der Luftwege mit der Folge, dass der Patient das Arzneimittel wiederholt bis hin zum Dauergebrauch einsetzt. Die Folge sind chronische Schwellungen bis hin zur Atrophie der Nasenschleimhaut. In leichteren Fällen kann erwogen werden, Nasenspray AL erst an einem Nasenloch abzusetzen und nach Abklingen der Beschwerden auf die andere Seite zu wechseln, um wenigstens einen Teil der Nasenatmung aufrecht zu halten.
Die Anwendung von Nasenspray AL bei chronischem Schnupfen darf wegen der Gefahr des Schwundes der Nasenschleimhaut daher nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Zur Anwendungsdauer bei Kindern sollte grundsätzlich der Arzt befragt werden.
Hinweis:
Aus hygienischen Gründen und zur Vermeidung von Infektionen wird darauf hingewiesen, dass jedes Nasenspray AL immer nur von ein und der selben Person verwendet werden darf.
Haltbarkeit:
Die Haltbarkeitsfristen nach Anbruch von Nasenspray AL sind der Packungsbeilage zu entnehmen.