Anwendungsgebiete:
Zur kurzfristigen Anwendung bei Obstipation.
Hinweis:
Das Präparat sollte nur dann eingesetzt werden, wenn durch eine Ernährungsumstellung oder reine Quellstoffpräparate kein therapeutischer Effekt zu erzielen ist.
Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei:
• bekannter Überempfindlichkeit gegen Plantago ovata
• krankhaften Stenosen im Magen-Darm-Trakt
• drohendem oder bestehendem Ileus
• akut-entzündlichen Erkrankungen des Darmes, z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Appendizitis
• abdominalen Schmerzen unbekannter Ursache
• schwerer Dehydratation mit Wasser- und Elektrolytverlusten
• schwer einstellbarem Diabetes mellitus (bei insulinpflichtigen Diabetikern kann eine Reduzierung der Insulindosis erforderlich sein.)
• Kindern unter 10 Jahren.
Schwangerschaft und Stillzeit:
• In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft sollte das Arzneimittel nur dann angewendet werden, wenn durch eine Ernährungsumstellung oder Quellstoffe die Verstopfung nicht zu beheben ist.
• Aktive Metaboliten, z.B. Rhein, gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Eine laxierende Wirkung beim gestillten Säugling wurde nicht beobachtet.
Wirkungen:
Seltene Unerwünschte Wirkungen (< 1%):
• Sehr selten krampfartige Magen-Darm-Beschwerden. In diesen Fällen ist eine Dosisreduktion erforderlich.
• Sehr selten können Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Plantago ovata auftreten.
Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit:
• Im Laufe der Behandlung kann eine harmlose Rotfärbung des Urins auftreten. - Bei chronischem Gebrauch/Mißbrauch: Elektrolytverluste, insbesondere Kaliumverluste; Albuminurie und Hämaturie; Pigmenteinlagerung in die Darmschleimhaut (Pseudomelanosis coli), die jedoch harmlos ist und sich nach Absetzen in der Regel zurückbildet.
• Der Kaliumverlust kann zu Störungen der Herzfunktion und zu Muskelschwäche führen, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Herzglykosiden, Diuretika und Nebennierenrindensteroiden.
Anwendung:
5 g Granulat entspricht ca. 1 Teelöffel.
Erwachsene und Kinder ab dem 10. Lebensjahr:
Abends nach dem Essen 1-2 Teelöffel Granulat. Die maximale tägliche Aufnahme darf nicht mehr als 30 mg Hydroxyanthracen- Derivate betragen, das entspricht 10 g (= 2 Teelöffel) Granulat.
Die individuell richtige Dosierung ist die geringste, die erforderlich ist, um einen weichgeformten Stuhl zu erhalten.
Art und Dauer der Anwendung:
• Das Granulat wird mit reichlich Flüssigkeit (1/4 Liter) unzerkaut hinuntergeschluckt.
• Nach der Einnahme von anderen Arzneimitteln sollte ein Abstand von 1/2 - 1 Stunde eingehalten werden.
• Das Arzneimittel wird am besten abends eingenommen. Die Wirkung tritt nach 8-12 Stunden ein.
• Stimulierende Abführmittel dürfen ohne ärztlichen Rat nicht über längere Zeiträume (mehr als 1-2 Wochen) oder in höheren Dosen eingenommen werden.
Hinweise:
• Bei inkontinenten erwachsenen Personen sollte bei Einnahme des Granulates ein längerer Hautkontakt mit dem Kot durch Wechseln der Vorlage vermieden werden.
• Eine über die kurzdauernde Anwendung hinausgehende Einnahme stimulierender Abführmittel kann zu einer Verstärkung der Darmträgheit führen.