Anwendungsgebiete:
• Habituelles Erbrechen
• Erbrechen bei psychisch oder vegetativ labilen Kindern
• Erbrechen bei Anorexia nervosa
• Erbrechen bei Infektionskrankheiten
• Erbrechen bei commotio und contusio cerebri
• Erbrechen bei Erkrankungen des Magens
• Erbrechen in der Präpubertät
• Acetonämisches und urämisches Erbrechen
• Meningitisches Erbrechen
• Erbrechen nach Medikamenten
• Narkosevorbereitung und vor diagnostischen Eingriffen.
Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel soll nicht angewendet werden bei:
• akuten Vergiftungen
• Epilepsie und Eklampsie
• Prostataadenom mit Restharnbildung
• Engwinkelglaukom
• Verdacht auf raumbeengende intrakranielle Prozesse (Erschwerung der Diagnose)
• einer gleichzeitigen Behandlung mit Aminoglykosid-Antibiotika (die eventuell durch die Aminoglykosid-Antibiotika verursachte Schädigung des Gehörs kann maskiert werden)
• Porphyrie
• Säuglingen mit weniger als 6 kg Körpergewicht.
Schwangerschaft und Stillzeit:
• Dimenhydrinat zeigt bei Gabe in der Schwangerschaft keine embryotoxische Wirkung. Es sollte allerdings nicht im letzten Trimenon der Schwangerschaft eingenommen werden, da vereinzelt am wehenbereiten Uterus Kontraktilitätssteigerungen bzw. vorzeitige Wehen beobachtet wurden.
• Dimenhydrinat wird in geringen Mengen in die Muttermilch abgegeben. Da es in Abhängigkeit von der Dosierung und der Dauer der Behandlung zu einer Beeinträchtigung des Befindens des Säuglings kommen kann, sollte vorsorglich während einer Behandlung mit Dimenhydrinat nicht gestillt werden.
Anwendung:
• Kleinkinder (6-15 kg): 1-2mal 40 mg (1-2mal 1 Zäpfchen) täglich
• Kinder und Schulkinder (15-25 kg): 2-3mal 40 mg (2-3mal 1 Zäpfchen) täglich
• Schulkinder (über 25 kg): 2-4mal 40 mg (2-4mal 1 Zäpfchen) täglich.
Hinweise:
• Bei Kleinkindern können besonders bei Überdosierungen Exzitationserscheinungen auftreten. Daher muss bei dieser Patientengruppe die empfohlene Dosierung besonders streng beachtet werden.
• Aufgrund der Kumulierung der Metaboliten wird in der Literatur eine Dosisreduktion bei hochgradiger Niereninsuffizienz empfohlen.
• In einer Studie an Patienten mit Lebererkrankungen zeigte sich, dass die Plasmaeliminationshalbwertzeit von 9,3 auf 15,2 h im Vergleich zu gesunden Probanden anstieg.
Art und Dauer der Anwendung:
• Die Suppositorien sollen tief in den Enddarm eingeführt werden.